Bayerischer Golfverband e.V.

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Spielbetrieb auf den Golfanlagen in Bayern während Corona

Ab dem 11. Mai 2020 darf auf den bayerischen Golfanalagen der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. Wir versuchen Sie hier mit den wichtigsten Fragen und Informationen auf dem Laufenden zu halten, so dass das Golfspielen überall wieder reibungslos starten kann.

Gesetzliche Grundlagen und Leitfäden (Stand 16.10.2020)


  • Siebte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (7. BayIfSMV) - aktualisiert am 17.9. - verlängert bis 25.10. 
  • Rahmenhygienekonzept Sport Bayerisches Innenministerium (aktualisiert - 18.9.2020
  • Covid19 Richtlinien zu den Golfregeln 
  • Leitlinien für den Spielbetrieb 
  • Empfehlungen für Golfspieler/Innen DGV 
  • Leitlinien des Deutschen Golf Verbandes und der Landesgolfverbände zu EDS Runden und Preiswertungen (Clubturnieren) in Golfclubs/auf Golfanlagen nach zwischenzeitlich erfolgter Wiederaufnahme des Spielbetriebs 

Die wichtigesten Fragen rund um den Spielbetrieb (Stand 16.10.2020)

Zuschauer

Die Zulassung von Zuschauern ist ab 19. September möglich. Die Regelungen hierzu sind in der aktuellen Infektionsschutzverordnung und im Rahmenhygienekonzept Sport festgelegt. Die Maskenpflicht für Zuschauer ist mit Beschluss der Staatsregierung vom 15.10. derzeit von dem 7-Tages-Inzidenz abhängig.

Umsetzungshinweis zu Nearest to the Pin und Longest Drive

Nearest to the Pin: stellen Sie ein Desinfektionsmittel zum Zollstock/Maßband. Der Spieler muss vor und nach dem Messen die Hände desinfizieren und wird per Aushang darauf hingewiesen.
Longest Drive: stellen Sie ein Desinfektionsmittel mit Schnur an die Tafel. Beim Bewegen der Tafel muss das Desinfektionsmittel mittransportiert werden. Der Spieler muss vor und nach dem Messen die Hände desinfizieren und wird per Aushang darauf hingewiesen.

Wie groß darf die Flightgröße sein?

Die Verordnung der Bayerischen Staatsregierung ermöglicht den Spielbetrieb ab dem 11. Mai in 2er, 3er oder 4er Flights. Weitere Maßnahmen, die hierzu zu beachten sind, sind dem Rahmenhygienekonzept Sport zu entnehmen.

Sind Veranstaltungen erlaubt?

Ab dem 14, August sind Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden (insbesondere Hochzeiten, ... Geburtstage... und Vereins- und Parteisitzungen) sind gestattet, wenn der Veranstalter ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet hat und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen kann. Zu den Vorgaben für das Personal in der Gastronomie bitten wir mit dem zuständigen Verband der DEHOGA oder mit dem örtlichen Gesundheitsamt abzustimmen.

Die Anzahl der Teilnehmer kann regional varrieren in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen in einem Landkreis.

Wenn Veranstaltungen erlaubt sind, sind damit auch Präsenzsiegerehrungen möglich?

Ab dem 22. Juni sind Veranstaltungen "mit einem absehbaren Teilnehmerkreis" erlaubt. Die Anzahl kann je nach Infektionsgeschehen regeional abweichend sein. Allerdings ist bei einer Präsenzsiegerehrung die Übergabe von Preisen mit ausreichend Abstand sicherlich schwierig. D.h. wir empfehlen nach wie vor bei der "Preisübergabe" eine kontaktlose Lösung zu finden.

Cartnutzung

In den Leitlinien wurde geregelt, dass ein Cart nur von einer Person genutzt werden kann. Ausnahmen galten nur für Personen des gleichen Haushalts.
Mit der Verordnung vom 8.5. könnte das Cart auch von Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten genutzt werden. 
Um aber das Ansteckungsrisiko zu verringern, wird bei der Nutzung eines Carts durch Personen aus unterschiedlichen Haushalten folgendes empfohlen:
  • es wird eine Maskennutzung empfohlen
  • nur einer der beiden gilt als Fahrer (wegen dem Anfassen des Lenkrads)
  • ein Hinweis auf das erhöhte Risiko sollte kommuniziert werden

Bitte beachten Sie, dass die Cartnutzung jeder Golfclub für sich selbst entscheidet. Der Golfclub kann im Sinne des Gesundheitsschutzes die Cartnutzung einschränken. Bitte beachten sie das individuelle Hygiene- und Schutzkonzept der Golfanlage.

In jedem Fall sollten die Golfclubs die Mieter der Carts (gerade auch wer mit wem gefahren ist) in einer Liste vorhalten, um eine Nachverfolgung gewährleisten zu können.

Müssen Startzeiten vergeben werden?

"Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID-19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, ist eine Dokumentation mit Angaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift) einer Person je Hausstand und Zeitraum des Aufenthaltes zu führen" (siehe Rahmenhygienekonzept). Hierzu sind Startzeiten am besten geeignet.

"Durch Zugangsbegrenzungen und organisatorische Regelungen wird gewährleistet, dass die maximale Belegungszahl einer Sportstätte zu keinem Zeitpunkt überschritten wird und die Abstandsregeln eingehalten werden. Warteschlangen sind durch geeignete Vorkehrungen zu vermeiden" (siehe Rahmenhygienekonzept). Startzeiten sind sicherlich die einzige Möglichkeit den Andrang von Golfern zu regulieren.

Dabei ist es egal, ob Sie eine Excel-Liste führen, telefonische Anfragen entgegen nehmen oder ein online-basiertes System nutzen.

Was ist bei der Driving-Range/Übungsbereich zu beachten?

"Um eine Kontaktpersonenermittlung im Falle eines nachträglich identifizierten COVID19-Falles unter Gästen oder Personal zu ermöglichen, ist eine Dokumentation mit Angaben von Namen und sicherer Erreichbarkeit (Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bzw. Anschrift) einer Person je Hausstand und Zeitraum des Aufenthaltes zu führen.“ (siehe Rahmenhygienekonzept) Auf dem Golfplatz kann dies durch die Startzeitenbuchung sehr einfach nachvollzogen werden. Sollten Sie aber Mitglieder und Gäste haben, die nur das Übungsgelände nutzen ohne auf den Platz zu gehen, müssen Sie eine Möglichkeit schaffen, diese Personen und deren Nutzungszeiten zu erfassen. Ggf. lösen Sie dies durch eine Liste am Eingang zur Driving Range mit der Vorgabe den eigenen Stift zu verwenden oder desinfizierte Stifte bereit zu stellen.

Sollten alle Abschlagsplätze auf der Driving-Range belegt sind, empfiehlt es sich einen Wartebereich zu kennzeichnen und Abstandsmarkierungen vorzugeben. Ggf. nutzen Sie Sprühfarbe oder Pilonen auf dem Jugendtraining (mit dem Hinweis - bitte hier warten).

Abstand zwischen den Übenden ist durch eine klare Kennzeichnung vorzugeben, der Zu- und Abgang ist durch eine klare Wegeführung zu kennzeichnen. Der Zu- und Abgang sollten an unterschiedlichen Stellen/Seiten der Driving-Range sein, um Kontaktpunkte zu vermeiden.

Dürfen auch Gäste spielen?

Ja, auch Gäste dürfen spielen. Für die Nachverfolgung sind aber zwingend die Kontaktdaten der Gäste zu erfassen.

Muss die Einhaltung der Abstandsregelung kontrolliert werden?

Der Golfplatz ist verpflichtet die Einhaltung der Regeln zum Gesundheitsschutz zu kontrollieren.

Wie groß muss der Abstand zwischen den Flights sein?

Bei Vierer-Flights empfehlen wir mindestens zehn Minuten Startintervall um den Abstand zwischen den Flights gewährleisten zu können.

Dürfen Turniere gespielt werden?

Ab dem 8. Juni ist der "Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien wieder zulässig" und damit sind Turniere in Bayern erlaubt sofern die erforderlichen Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden.  Das Rahmenhygienekonzept für den Sport ist verbindlich und die Leitlinien des Deutschen Golf Verbandes und der Landesgolfverbände zu EDS Runden und Preiswertungen (Clubturnieren) sind die Grundlage für den Turnierbetrieb.

Verhalten bei Unwetter, angepasst an die Verordnungen zur Bekämpfung von COVID-19

Bei Gewittergefahr ist der Platz rechtzeitig eigenverantwortlich zu verlassen und Schutz wenn möglich im eigenen Auto zu suchen. Wetterschutzhütten sind nur im äußersten Notfall aufzusuchen und nur wenn Blitzschutz nachgewiesen ist. Es besteht MNS-Maskenpflicht. Die Abstandsregelungen sind einzuhalten. Durch die Einhaltung der Abstandsregelungen reduziert sich die Kapazität erheblich.
Um Schutz vor Starkregen o.ä. (keine Gewittergefahr) zu suchen, sollten vorrangig die offenen Unterstände unter Einhaltung der Abstandsregeln genutzt werden. In offenen Unterständen und geschlossenen Wetterschutzhütten besteht MNS-Maskenpflicht und die Pflicht zur Einhaltung der Abstandsregelungen. Durch die Einhaltung der Abstandsregelungen reduziert sich die Kapazität erheblich.
Um die beschriebenen Regelungen einhalten zu können, ist eine MNS-Maske auf der Runde mitzuführen.

Dürfen Mülleimer aufgestellt sein?

Wenn diese keinen Deckel und damit Kontaktpunkte haben, können diese aufgestellt bleiben.

Was passiert mit den Waschplätzen?

Wenn das Wasser regelmäßig ausgetauscht wird und die Golfer eigene Bürsten und Handtücher verwenden, könnte eine Nutzung im Rahmen ihres Hygienekonzepts beschrieben werden und erfolgen.

Besteht auf dem Golfplatz Maskenpflicht?

Nach derzeitigen Stand ausschließlich in geschlossenen Räumen, vor allem Pro-Shop, Sekretariat, aber auch Caddyhalle. Ggf. in geschlossenen Schutzhütten.

Dürfen die Toiletten genutzt werden?

"Es ist darauf zu achten, dass Sanitäreinrichtungen mit Blick auf die besonderen Hygienevorschriften regelmäßig gereinigt und desinfiziert werden, sofern Sie diese für die Benutzung öffnen. Empfehlung: Desinfektionsmittel an Waschbecken und in den Toiletten sowie Einweghandtücher bereitstellen." (siehe Leitlinien)

Dürfen Duschen/ Umkleiden genutzt werden?

Ab dem 22. Juni unter Einhaltung der Vorgaben des Rahmenhygienekonzept und darauf aufbauend unter Einführung eines eigenen Hygienekonzepts.

Darf Gruppentraining statt finden?

Wir verweisen auf die Ausführungen der PGA of Germany GruppentrainingDer Outdoor-Trainingsbetrieb ist in Gruppen von bis zu 20 Personen zulässig (soweit die erforderlichen Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden). Das Rahmenhygienekonzept ist verblndlich. Die Leitlinien sind Grundlage. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ergibt sich für den Innen- und Außenbereich dann aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen (Raumgröße, Belüftung).

Kann Kanonenstart durchgeführt werden?

Dies hängt grundsätzlich von den örtlichen Gegebenheit ab, d.h. wie groß ist der Trainingsbereich, so dass gleichzeitig unter Einhaltung der Abstandsregeln die Teilnehmer sich aufwärmen können. Oder alternativ wird das Aufwärmen verboten und die Teilnehmer gehen vom Parkplatz direkt zu Ihrem Start/ vorher festgelegtes Loch auf dem Platz.
Es hängt aber auch von der Größe der Gastronomie ab, da bei einer gewissen Teilnehmergröße in der Gastronomie die Abstandsregeln nach der Runde eingehalten werden müssen.
Beachten Sie auch die Größe Ihrer Umkleide und Sanitäranlagen und regeln Sie den Zugang.

Aufgaben des Trainers

Für die erfolgreiche Umsetzung der Vorgaben kommt dem Trainer eine sehr wichtige Rolle zu, die je nach Altersgruppe unterschiedlich herausfordernd sein wird. Achten Sie auf die Einhaltung des Mindestabstands, sowohl zwischen den Kindern, als auch zum Trainer; kein Händeschütteln oder anderer Körperkontakt. Es ist ausschließlich die eigene Trainingsausrüstung zu verwenden. Für das Training sollten die Kinder ausreichend eigene Bälle dabei haben. Bälle, Tees, Schläger, Lebensmittel und Tools, die angefasst wurde, dürfen nicht weitergegeben werden!

Gruppengröße

Beachten Sie für das Jugendtraining unbedingt die Empfehlungen der PGA of Germany zum Gruppentraining. Die Gruppe darf bis zu 20 Personen groß sein (soweit die erforderlichen Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden). Ab dem 22. Juni entfällt die Obergrenze für die Anzahl der Teilnehmer. Die künftige Teilnehmerbegrenzung ergibt sich für den Innen- und Außenbereich dann aus den jeweiligen konkreten räumlichen Rahmenbedingungen (Raumgröße, Belüftung).

Transport

Gerade die jüngeren Kinder (ohne Platzerlaubnis) sollten sich nur für den Zeitraum des Jugendtrainings auf der Anlage aufhalten. Der Transport zum und vom Training muss gewährleistet sein. Wenn möglich sollten auch die Eltern die Wartezeit nicht auf der Anlage verbringen oder allenfalls in einem entsprechend gekennzeichneten Wartebereich, unter Einhaltung des Mindestabstands. 

Kommunikation

Wir bitten die Jugendwarte und Trainer verstärkt, die Regeln zum Gesundheitsschutz der jeweiligen Golfanlage und die Besonderheiten des angepassten Trainingsbetriebs, vorab zu kommunizieren.

Organisation

Für die Organisation der Trainingseinheiten sollte schon vorab, die räumliche Trennung der Spieler während des Trainings, gut organisiert werden. Es empfiehlt sich gegebenenfalls mit Sprühfarbe oder Pilonen die Trainings- und Wartebereiche zu kennzeichnen.   

Empfehlungen des Deutschen Golfverbandes

zu den Leitlinien (20.05)

Beispielhafte Trainingseinheiten (Zirkel- und Stationstraining): Pitchen, Eisenschläge, Bunkerspiel

Der BGV informiert:

Chronologie der Ereignisse

  • 16.3. Ausrufen des Katastrophenfalls in Bayern, Schließung der Golfanlagen bundesweit ab dem 17.3.
  • 16.3. Hinweis des BGV zur Golfplatzschließung an alle BGV-Mitglieder und Golfer in Bayern.
  • Zunächst wird die Ausgangsbeschränkung bis zum 19.4. festgelegt und aufgrund der Bilder aus stark betroffenen Ländern, ist es dem Sport, aber auch dem Golfverband wichtig, Solidarität zu zeigen und als Sport seinen Beitrag zu leisten, die Pandemie zu bekämpfen.
  • 30.3. gemeinsam mit dem Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) wird versucht, Ausnahmen für Individualsportarten und vor allem Golf zu erwirken. Die Zeit bis zu dem zunächst angekündigten Ende der Ausgangsbeschränkung (zu diesem Zeitpunkt der 19.4.) wird zur Vorbereitung von Maßnahmen für den Gesundheitsschutz innerhalb der Sportart genutzt.
  • 7.4. um weitere Wege zu nutzen, den Druck durch gemeinsame Aktionen zu erhöhen und starke/mitgliederstarke Verbündete mit ins Boot zu holen, hat der BGV eine Initiative gestartet zur Lockerung für Individualsportarten im Freien. Dieser Initiative hat sich dann u.a. der Bayerische Tennisverband angeschlossen.
  • Telefonkonferenz mit den Landesgolfverbänden über gemeinsames Vorgehen zur Wiedererlangung der Spielmöglichkeiten; Besprechung der Folgen für den Spitzensport, DOSB-Stützpunkt St. Leon-Rot;
  • 7.4. BGV-Schreiben an Innenminister Herrmann u.a. mit folgender Aussage: „Wir könnten uns vorstellen, dass man hierzu den Sportfachverbänden unter Einhaltung und Berücksichtigung bestimmter, vom Staat vorgegebener Kriterien, die Befugnis einräumt, die sportartspezifischen Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des Sportbetriebes zu regeln.“
  • Ab dem 14.4. erarbeiten die Landesgolfverbände gemeinsam mit dem DGV Rahmenbedingungen unter denen Golf möglich ist und gleichzeitig der Gesundheitsschutz gewährleistet wird. Diese münden am Ende in den Leitlinien, die am 22.4. an alle Golfanlagen versandt wurden. Aber sie dienen in den Gesprächen mit der Politik (zwischen dem 14.4 und 22.4.) gleichzeitig als Argument, um eine Öffnung zu erwirken.
  • 17.4. Verlängerung der Ausgangsbeschränkung bis zum 3.5., ohne dass die Politik das Thema Sport behandelte.
  • Intensive Gespräche mit Landtagsabgeordneten, insbesondere auch dem Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion, Dr. Kreutzer, zur Unterstützung des Antrages auf Wiederzulassung des Golfsports;
  • 18.4. BGV-Schreiben an Ministerpräsident Dr. Söder mit dem Antrag auf sofortige Wiederzulassung des Golfsports und ausführlicher Begründung;
  • 20.4. bzw. 27.4. die Sportministerkonferenz erstellt eine Beschlussvorlage, zunächst den Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport insbesondere von Vereinen wieder zu erlauben, sofern die Sportangebote unter freiem Himmel stattfinden, die Kontaktfreiheit des Sports gewährleistet ist, ein angemessener Abstand zwischen den Sportlern gewährleistet ist sowie die Einhaltung der auch sonst üblichen Hygienemaßnahmen. Die sportartspezifischen Regelungen sollen die Sportverbände regeln.
  • Anfrage einer Golfanlage zur Unterstützung einer Klage bei dem Verwaltungsgericht mit Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 47 VwGO für den Fall einer Verlängerung der Sperre der Golfanlagen über 4.5. hinaus;
  • 22.4. Telefonat mit Innenminister Herrmann über die schnelle Wiederzulassung des Golfsports; nochmals mündlicher Vortrag aller Argumente für die Wiederzulassung; Signal von Seiten des Innenministers, dass er die Öffnung der Golfplätze befürwortet, er dem Ministerpräsidenten hierfür alle Unterlagen für die Kanzlerrunde vorgelegt und mit ihm auch die Öffnung besprochen hat auch unter Bezugnahme auf den Beschluss der Sportministerkonferenz vom 20.4. Vorbehalt: keine Verschlechterung der Pandemie und Zustimmung der Kanzlerrunde;
  • 22.4. im Nachgang des Telefonats wurde eine E-Mail an den Innenminister Herrmann mit den finalen Leitlinien für den Golf-Spielbetrieb Covid19 versandt.
  • 22.4. um der Politik weitere Argumente zu liefern, dass Golf als Sport in Zeiten der Pandemie ungefährlich ist und der Sport alle Vorbereitungen zum Gesundheitsschutz getroffen hat, wurden die „Leitlinien für einen an den Anforderungen des Gesundheitsschutzes (COVID-19) orientierten Spielbetrieb auf Golfanlagen“ an alle BGV-Mitglieder versandt.
  • 29.4. Offener Brief von BGV-Präsident an alle Golfer in Bayern, der die Zuversicht nach den Gesprächen mit der Politik zur Öffnung zum Ausdruck bringt.
  • 30.4. Die Öffnung der Sportanlagen wird vertagt.
  • Erneute Kontaktaufnahme mit dem Fraktionsvorsitzenden der CSU.
  • 30.4. BGV gibt seine Zustimmung für eine Klage eines Golfplatzbetreibers beim Verwaltungsgericht;
  • 4.5. Dr. Hingerl platzt mit seiner Aktion Bergkramerhof entgegen der Verordnung zu öffenen in die Kabinettsitzung, in der gerade unser Antrag an den Ministerpräsidenten behandelt wird; die Medien stürzen sich auf die Aktion; BGV-Vertreter müssen zahlreiche Interviews geben;
  • 5.5. es wird beschlossen, dass Golfplätze zum 11.5. wieder öffnen dürfen. Die Golfanlagen werden ab diesem Zeitpunkt vom BGV intensiv beraten, um für den 11.5. im Sinne der Leitlinien alle Maßnahmen umzusetzen.
  • 11.5. die Golfanlagen öffnen für den Spielbetrieb.
  • Der Eilantrag der Klage wird für erledigt erklärt, die Klage beim Verwaltungsgericht in der Hauptsache weitergeführt, um für den Fall eines neuerlichen Lockdowns vorbereitet zu sein.
  • 15.5. Einreichung eines Antrag beim Innenministerium für die Öffnung des Golfsports für den Wettkampfbetrieb. Unterstützt durch den BLSV und Bayerischen Tennisverband, die die für den Individualsport im Freien gestellt haben.
  • 20.5. Veröffentlichung der Leitlinien des Deutschen Golf Verbandes und der Landesgolfverbände zu EDS Runden und Preiswertungen (Clubturnieren) in Golfclubs/auf Golfanlagen nach zwischenzeitlich erfolgter Wiederaufnahme des Spielbetriebs.
  • 20.5. Einreichung der Leitlinien beim Innenministerium.
  • 26.5. Beschluss der Bayerischen Staatsregierung den Wettkampfbetrieb für die Sporart Golf ab dem 8. Juni zu erlauben.
  • 19.6. Beschluss zur Öffnung von Duschen und Umkleiden ab dem 22. Juni und Aufhebung des Katastrophenfalls.

Kernaussagen:

Golf wird im Freien ausgeübt; jedem Spieler steht für die Dauer einer Golfrunde bedeutend mehr Raum zur Verfügung um Abstand zu und Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden, als in Lebensmittelmärkten, Gartencentern oder Baumärkten; der Gleichheitsgrundsatz ist verletzt: Gleiches wird ungleich behandelt!

Der Spielbetrieb kann mit Rücksicht auf die Größe der Sportanalgen so gestaltet werden, dass eine Ansteckungsgefahr nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen ist;

Entscheidungen der Staatsregierung zu den Bewegungseinschränkungen sollten die Menschen mitnehmen, ihnen auch mehr Eigenverantwortung zumuten, da das Virus uns noch lange beschäftigen wird; je eher man damit anfängt, desto eher wird es gelingen, mit dem Virus zu leben;

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Maßnahme zum angestrebten Zweck ist nicht mehr gegeben; der Schutz des Lebens Dritter steht im Widerspruch zur freien Entfaltung des Individuums, weil durch die Ausübung des Golfsports auf der Golfanlage das Leben anderer Menschen nicht gefährdet ist;

Je länger die Bewegungseinschränkungen in Bayern dauern, desto größer wird die Benachteiligung gegenüber anderen Bundesländern, der Unmut bei den Betroffenen wächst;

Golf ist Bestandteil einer Freizeit- und Erholungsindustrie; viele Mitarbeiten arbeiten kurz, haben ein deutlich geringeres Einkommen; Golflehrer sind selbständig, können ihren Beruf nicht ausüben, sind ohne Einkommen; gewerbliche Golfanlagen stehen vor dem wirtschaftlichen Aus; der Spitzensport ist gegenüber anderen Bundesländern benachteiligt; viele Menschen benötigen den Golfsport als Ausgleich für Gesundheit und die Folgen des Lockdowns;

Keine Klage des Verbandes mangels Rechtsschutzinteresses; der Verband bemüht sich um eine politische Einigung; die Klagefreigabe an Dritte ist ultima ratio; letztlich geht es auch darum, für den Fall erneuter Bewegungseinschränkungen, erneute Golfplatzschließungen vermeiden zu können.