Bayerischer Golfverband e.V.

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Der Bayerische Golfverband und das Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz haben eine enge Zusammenarbeit vereinbart mit dem Ziel, unsere heimischen Insekten besser zu schützen und ihnen neue Lebensräume anzubieten.
Der Schutz von Insekten ergänzt die Bemühungen des Verbandes um mehr Naturschutz auf Golfanlagen sowie das erfolgreich etablierte Programm „Golf & Natur“. Mit mehr als 10.000 Hektar Fläche bieten Bayerns vielfältige Golfplätze dafür zudem beste Voraussetzungen. Die Aktivitäten unseres Verbandes mit dem Umweltministerium sollen auch einen Beitrag zur Umsetzung des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ leisten. Grundlage der Zusammenarbeit ist der „Blühpakt Bayern“, den die Staatsregierung 2018 zum besseren Schutz von Insekten ins Leben gerufen hat. Informationen zum Blühpakt finden Sie auf der Internetseite:

Martin Kaymer: "Ich bin froh, Teil des Ganzen zu sein!"

Martin Kaymer übernimmt Schirmherrschaft

Naturschutz ist gerade in der heutigen Zeit ein allgegenwärtiges und globales Thema: deswegen habe ich, trotz meiner rheinländischen Wurzeln, nicht lange gezögert als sich die Möglichkeit geboten hat, eine repräsentative Rolle der Blühpakt- Allianz des Bayerischen Golfverbandes und des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz zu übernehmen.

Noch immer kämpfen wir Golfspieler des Öfteren gegen das Vorurteil, Golfplätze seien schwierig für die Umwelt, dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Golfplätze schaffen Lebensräume, schützen gefährdete Tierarten und bieten wichtige Entfaltungsquellen für heimische Flora und Fauna.

Gerade die kleinsten Insekten profitieren von den zahlreichen Möglichkeiten, die ihnen die Golfplätze bieten: sich selbst entwickelnde Waldflächen, Streuobstwiesen, naturbelassene Biotope oder auch die immer häufiger zu findenden Insektenhotels. All das trägt dazu bei, dass Golfplätze heutzutage mehr denn je als grüne Orte der Ruhe, des Entspannens und des Rückzugs eine wichtige Rolle in Zeiten der Hektik übernehmen.

Durch den Blühpakt Bayern werden diese Elemente gefördert und gefordert und sind wir doch ehrlich: was gibt es Schöneres, als am frühen Morgen die taubedeckten Rasen- und Grünflächen eines Golfplatzes zu betreten, mitzuerleben, wie die Tierwelt erwacht und vom ersten Abschlag an blühende Wiesen als bunte Begleiter neben den Spielbahnen zu haben, die auch einen vom Weg abgekommenen Abschlag leichter erträglich zu machen?

Um das alles zu bewahren, die Artenvielfalt zu erhalten, auszubauen und Insekten nicht nur neue Lebensräume gewinnen zu lassen, sondern auch verlorengegangene Territorien wiederzuentdecken, ist es unabdinglich, so naturnah wie möglich zu bleiben, damit wir auch in Zukunft unsere Freude an und mit Biene, Schmetterling, Käfer & Co. haben.

Wir alle können im eigenen Garten im Kleinen unseren Beitrag leisten, aber mit über 10.000 Hektar Fläche der Golfplätze in Bayern lässt sich Größeres bewegen. Ich bin froh, Teil des Ganzen zu sein! 

Herzlichst, Ihr
Martin Kaymer

Welchen Beitrag können Golfanlagen zum Insektenschutz leisten?

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Die Golfanlagen in Bayern können durch konkrete Maßnahmen dazu beitragen, dass sich Insekten wieder heimisch fühlen. Dazu zählen:

• Ein Angebot blühender Pflanzen als Pollen- und Nektarquelle während der kompletten Vegetationsperiode bereitstellen.
• Blühflächen sind vielfach wertvoller, wenn diese nicht oft abgemäht werden. Ziel ist es, dass sie nur etwa 2-3 mal pro Jahr gemäht werden und das anfallende Schnittgut entfernt wird.
• Von den Wiesen sollte immer ein kleiner Teil (zwischen 10 und 20% der Fläche) bei jedem Mähddurchgang erhalten bleiben. Hier finden die Tiere Verstecke und Nahrung, die dort wachsenden Pflanzen können aussamen, um im nächsten Jahr wieder aufwachsen zu können.
• Unsere heimischen Insekten haben sich im Laufe der Evolution an unsere Pflanzen angepasst. Deshalb ist bei der Neuanlage von Flächen unbedingt auf die Verwendung heimsicher Pflanzen zu achten. Die Pflanzenauswahl sollte ein auf die spezielle Situation der Golfanlage abgestimmter Mix aus zweijährigen Wiesenblumen, Stauden, Sträuchern, Gehölzen und Kletterpflanzen für Fassaden sein.
• Herbizide, und vor allem Insektizide, sind für Bienen, Schmetterlinge und andere Sechsbeiner tödlich. Deshalb sollten Pflanzenschutzmittel nur soweit nötig und unter Beachtung der Grundlagen des integrierten Pflanzenschutzes eingesetzt werden.
• Vor allem zur Eiablage oder zum Verpuppen benötigen Insekten langlebige Strukturen. Mit Insektenhotels, Totholzhaufen oder freien Sandbereichen für bodenbrütende Bienen können Sie wertvolle Beiträge zur Entwicklung von Insekten leisten.
• Insekten brauchen nicht nur im Sommer Unterstützung, sondern auch im Winter. Viele überwintern in verblühten Blüten oder an welken Stängeln und Blättern. Deshalb ist es wichtig, immer bestimmte Teilflächen von Wiesen über den Winter stehen zu lassen. Säume entlang von Gehölzen oder Gewässern bieten sich dafür besonders an.

Neben diesen konkreten Maßnahmen können wir als Verband zusammen mit unseren zahlreichen Mitgliedern als Multiplikatoren wirken und durch Weitergabe von Wissen um Sensibilität werben für den Schutz von Insekten.

Der Golfplatz als artenreicher Lebensraum

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Rund zwei Drittel der Fläche einer Golfanlage bleiben der Natur überlassen und eröffnen den Sporttreibenden einmalige Erlebnisse. Im Rahmen der Blühpakt-Allianz verfolgen der Bayerische Golfverband und das Staatsministerium für Umwelt ein gemeinsames Ziel: den gefährdeten Wildbienen, Käfern, Schmetterlingen & Co. auf Bayerns Golfplätzen ihre angestammte Heimat zurückzugeben. IInsektenschutz bedeutet aber auch, auf Teilbereichen der Golfanlagen eine natürliche Entwicklung zu ermöglichen. Eine ungemähte Ecke ist keine Nachlässigkeit des Greenkeepers, sondern überlebenswichtiger Rückzugsort für Insekten. Artenschutz braucht Wissen und Verständnis.

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Landesbund für Vogelschutz in Bayern

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Golfplätze bieten aufgrund ihrer natürlichen Gestaltung und dem relativ großen Anteil nichtbespielter Fläche oft strukturreiche Lebensräume für viele Arten. Im Auftrag des Umweltministeriums für den Blühpakt Bayern und in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Golfverband, berät der LBV als unabhängiger Naturschutzverband die Betreiber bayerischer Golfplätze. Der LBV begleitet die Umsetzungen und bewertet die durchgeführten Maßnahmen als Vorbereitung für die Auszeichnung Blühender Golfplatz. Das gemeinsame Ziel ist es, die Artenvielfalt der Plätze, mit besonderem Fokus auf Insektenschutz, weiter zu steigern. Im Rahmen des Projektes Golf & Natur gibt es seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit und Kooperation zwischen LBV und Bayerischem Golfverband.

Über den LBV

Angetrieben von der Faszination für Vögel und Natur, setzt sich der Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V.) seit 1909 für den Schutz der Biologischen Vielfalt in Bayern ein. Der Verband zeichnet sich durch fundiertes Expertenwissen in allen Naturschutz- und Umweltbildungsbereichen aus. Über 100.000 naturbegeisterte Menschen unterstützen finanziell und ehrenamtlich die Arbeit des LBV. In rund 350 örtlichen Gruppen lädt der Naturschutzverband dazu ein, gemeinsam Arten und Lebensräume zu erleben, zu erhalten und zu gestalten.

Auszeichnung

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Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber

Im Rahmen des Blühpakts Bayern werden seit 2018 Wirtschaftsbetriebe, die ihre Flächen naturnah gestalten und die bestimmte Mindestkriterien erfüllen, vom Umweltministerium als "Blühende Betriebe" ausgezeichnet. Auch für Golfanlagen, die Insektenschutz vorbildlich umsetzen, hat das Ministerium eine staatliche Auszeichnung zugesagt. Diese staatliche Auszeichnung "Blühener Golfplatz" ist dabei an bestimmte Mindestkriterien geknüpft, die von den teilnehmenden Golfanlagen zu erfüllen sind.

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Sie haben noch viele unbeantwortete Fragen rund um die Auszeichnung und Bewerbung? Dann lesen Sie die am häufigsten gestellten Fragen mit den dazugehörigen Antworten in unserem FAQ!

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Golf & Natur

Das Qualitätszertifikat Golf & Natur:

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