Bayerischer Golfverband e.V.

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Statement zur Öffnung Bergkramerhof

04.05.2020

Der Bayerische Golfverband hat von der Ankündigung der Öffnung der Golfanlage Bergkramerhof auf die gleiche Art und Weise erfahren wie die Öffentlichkeit. Eine Absprache mit dem Bayerischen Golfverband erfolgte nicht. Die Auffassung des Bayerischen Golfverbandes zur schrittweisen Rücknahme der Allgemeinverfügung vom 16.3. 2020 wurde mehrfach auf der Homepage und durch Rundschreiben dokumentiert. Der BGV hat sich mit anderen Fachverbänden abgesprochen, hat viele Initiativen gegenüber der Politik und ihren Entscheidungsträgern unternommen und, nach dem alle Versprechen bisher ohne Ergebnis geblieben sind, die Inanspruchnahme einer gerichtlichen Klärung befürwortet.

 
Die Aktion von Herrn Hingerl ist unsportlich und schadet der Gemeinschaft der Golfer. Da es nicht die erste unabgesprochene Aktion von Herrn Hingerl ist, hat sich der BGV dazu bisher auch nicht geäußert. Die letzte groß angekündigte Aktion verlief im Sand, brachte aber Herrn Hingerl Publicity. Leider geht es Herrn Hingerl auch nicht um Golf sondern eben darum, Aufmerksamkeit zu erheischen. Herr Hingerl ist Rechtsanwalt. Er klagt seit Jahren in unzähligen Prozessen gegen den Deutschen Golf Verband, immer ohne Erfolg. Er hätte, wenn er sich seiner Argumentation so sicher ist, als Golfplatzbetreiber, der durch die Allgemeinverfügung unmittelbar betroffen ist, längst die Verordnung im Verwaltungsverfahren nach § 47 VwGO anfechten können. Statt dessen übt er Selbstjustiz mit öffentlicher Ankündigung. Wir bedauern, dass diese Aktion so viel Aufmerksamkeit erfährt.
 
Wenn wir uns kritisch mit der Hinauszögerung der Öffnung unserer Golfanlagen äußern, dann immer im Kanon mit allen anderen Sportfachverbänden der Sportarten, die man im Freien unter Einhaltung von Abständen und den allgemeinen Hygienevorschriften so ausüben kann, dass eine Ansteckungsgefahr vermieden werden kann. Wir Golfer wollen keine Sonderstellung.
 
BGV, München den 4.5.2020